Annette und Rüdiger Nehberg mit ihrem Verein TARGET

SIE WOLLEN MILLIONEN MÄDCHEN RETTEN

 

 

TARGET (englisch: Ziel) nennt sich der Verein, den der Abenteurer und Menschenrechtler Rüdiger Nehberg („Sir Vival“) am 5. August 2000 mit seiner heutigen Frau Annette gegründet hat. Das Ziel ist die Abschaffung der Weiblichen Genitalverstümmelung weltweit. Der Brauch ist barbarisch, das Leid unvorstellbar. 150 Millionen Frauen zählen zu den Opfern. Sie quälen sich – meist ein Leben lang, weil man ihnen in der Kindheit oder Jugend die äußeren Genitalien entfernt hat. Das archaische Ritual ist mehr als 5000 Jahre alt, und es wird auch heute noch in 35 Ländern dieser Erde praktiziert – hauptsächlich in Afrika und Asien. Rasierklingen oder Glasscherben dienen normalerweise als Instrumente, Narkosen sind nicht üblich. Jedes dritte Mädchen stirbt bei der „Pharaonischen Verstümmelung“, der schlimmsten Form.

 

„Die Weibliche Genitalverstümmelung ist für mich der größte Bürgerkrieg aller Zeiten, weil sich die Gesellschaft gegen die Frauen stellt“, sagt Rüdiger Nehberg. Mit bloßer Empörung hat sich der gelernte Konditor – im Gegensatz zu vielen anderen – aber nicht zufriedengegeben. Rüdiger Nehberg kämpft mit seiner Frau Annette unermüdlich dafür, dass die grausame Tradition beendet wird – besser heute als morgen. Als Augenzeuge dieses Verbrechens hat er sich geschworen, sich TARGET so lange zu engagieren, bis der blutige Brauch abgeschafft ist.„Das Ende der grausamen Tradition möchte ich noch erleben“, betont der 75-Jährige.

 

TARGET arbeitet wider den Zeitgeist eng mit islamischen Religionsführern zusammen. Skeptiker hatten ihn gewarnt, der Islam sei nicht „dialogfähig“. Nehberg hat sich jedoch nicht beirren lassen. Er setzt auf die Kooperation mit dem Islam, weil die meisten Opfer der genitalen Verstümmelung Muslimas sind. Die Religion hat bisher oft für die Rechtfertigung des Brauches herhalten müssen – irrtümlich, wie der Koran und andere Heilige Schriften des Islam belegen.

 

Nehberg hat mit diesem unkonventionellen Weg bislang beispiellose Erfolge erzielt. Der Durchbruch gelang TARGET 2006 mit einer internationalen Konferenz an der Azhar-Universität in Kairo, dem Zentrum des sunnitischen Islam: Höchste muslimische Theologen ächteten die Weibliche Genitalverstümmelung in einem verbindlichen Rechtsgutachten („Fatwa“) als ein mit dem Islam unvereinbares „Verbrechen“. Schirmherr der Veranstaltung war Ägyptens Großmufti Prof. Dr. Ali Gom’a.

 

TARGET will dieses religiöse Verbot nun in allen 35 betroffenen Ländern bekanntmachen. Dazu wurde ein Millionen-Projekt gestartet: die Aufklärungskampagne GOLDENES BUCH. Grundlage ist ein kostbar gestaltetes Buch: DAS GOLDENE BUCH. TARGET hat dieses Werk mit Vertretern der Azhar entwickelt. Ägyptens Großmufti Prof. Dr. Ali Gom’a hat es mit einem Vorwort geehrt. Annette und Rüdiger Nehberg lassen es jetzt exklusiv und gratis an die Vorbeter der Moscheen verteilen. Die Imame sollen daraus predigen.

DAS GOLDENE BUCH enthält die „Fatwa von Kairo“ und die Kernaussagen aller Konferenzredner in den Sprachen Arabisch, Englisch und Französisch. Zudem sind Zeichnungen dabei, sodass sich der Inhalt auch für Analphabeten erschließt. Langfristig ist eine Vier-Millionen-Auflage geplant. 100 000 Exemplare sind bereits gedruckt. In Äthiopien, Djibouti und Mauretanien hat die Verteilung begonnen. Beihefte in den Stammessprachen der jeweiligen Länder sollen die Verbreitung der neuen Botschaft erleichtern. Abgerundet wird das Buch in seinen neuesten Auflagen durch eine DVD mit Statements namhafter Islamgelehrter gegen den blutigen Brauch.  

 

Außerdem lässt TARGET gerade für das Afar-Volk in Äthiopien ein Krankenhaus bauen: die „Geburtshilfe-Station Danakilwüste“. Frauenärzte aus ganz Deutschland unterstützen das Vorhaben. Die Säuglingssterblichkeit liegt bei 50 Prozent. Sie ist eine Folge der „Pharaonische Genitalverstümmelung“. Mehr als 90 Prozent der Frauen dort haben sie erlitten. TARGET betreibt dort bereits seit 2004 eine Fahrende Krankenstation. Bei Geburtskomplikationen sind die Möglichkeiten der Ärzte jedoch begrenzt: Kaiserschnitte sind derzeit undenkbar.

 

 

Weitere Infos : www.target-nehberg.de

 

TARGET-Büro: Poststraße 11, 22946 Trittau, 04154/79 48 88, buero@target-nehberg.de

 

Spendenkonto: TARGET e.V., Sparkasse Holstein (BLZ 213 522 40), Kontonummer 50 500